Dienstags ging es zum Pokalkracher zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden. Bereits im Vorfeld mobilisierten die Dresdner im großen Rahmen und durch die Presse geisterte eine Zahl von 10.000 bis 15.000 Gästefans; letztendlich sollte es dazwischen gelegen haben.
Früh am Stadion angekommen wurde man Zeuge eines großen Polizeiaufgebots, dass darum bemüht war, die Dynamo Fans zurückzudrängen und einen Blocksturm zu verhindern. Dazu wurden sogar Wasserwerfer aufgefahren, die glücklicherweise keine Verwendung fanden. Im Stadion angekommen, wurde man “erneut” (siehe Osnabrück – Jena) darüber informiert, dass aufgrund des erheblichen Polizeieinsatzes das Spiel um 15 Minuten verschoben werden würde. Der Gästeblock war zu diesem Zeitpunkt schon brechend voll und erstreckte sich über die gesamte Nordost-Ecke, was durch das einheitliche Bild der Mottoshirts einen imposanten Eindruck machte. Zum Einlaufen der Mannschaften erleuchtete schließlich diese Ecke in einem Meer von Feuer und Rauch. Insgesamt ein sehr gutes Intro, allerdings wurde mir der Zusammenhang zwischen dem Banner “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren” und den aufs Spielfeld geworfenen Böllern und Bengalos nicht ganz klar. Alles in allem zeugte diese Aktion nur wieder davon, dass dieses Bündnis nicht ganz ernst genommen werden kann…
Das Geschehen auf dem Spielfeld war dagegen unauffälliger. Die Dortmunder hatten lange Zeit die Überhand und ließen kaum Chancen zu, womit der 2:0 Sieg im Endeffekt verdient war. Auf den Rängen allerdings waren beide Kurven sehr stark und von der Lautstärke her gleichauf, wobei die Südtribüne etwas enttäuschte. Zwar konnte diese oftmals weite Teile der Zuschauer zum Mitsingen animieren und erzeugte damit in dem eng gebautem Stadion eine tolle Atmosphäre, jedoch flaute diese Stimmung schnell ab und beschränkte sich dann für längere Zeit nur auf den Zuschauerteil hinter dem Tor, der durchgehend in Bewegung war. Die Gästefans konnten häufig geschlossen einen Anfeuerungsruf nach dem anderen zum Besten geben, darauf beschränkte es sich die restliche Spielzeit dann allerdings auch, melodische Lieder fehlten ganz. Dazu brannte es fast die gesamte Zeit über im Block der Sachsen, ob bengalisches Feuer oder auch Dortmund Schal, wodurch drei Spielunterbrechungen erzwungen wurden. Zum Ende des Spiels hin eskalierte die Situation komplett, als einige Dresdner versuchten, die Nachbarblöcke zu stürmen. Hierbei kam es zu heftigen Auseinandersetzungen bis weit nach dem Schlusspfiff mit den Ordnern und der Polizei, die teilweise Pfefferspray einsetzte. Der Grund dafür soll angeblich bei provozierenden Dortmundern gelegen haben, was ich allerdings nicht wahrnehmen konnte. Festzuhalten bleibt, dass beide Seiten durch entsprechende Gesänge nicht gerade zimperlich miteinander umgingen. Insgesamt war es ein gutes und stimmungsreiches Spiel, welches noch für viel Gesprächsstoff sorgen wird, und so ging es wieder auf den langen Heimweg.
Bor. Dortmund – Dyn. Dresden (25.10.2011)
Veröffentlicht 26. Oktober 2011 Nordrhein-Westfalen , Westen Hinterlasse einen KommentarTags:Desperados, JuBos, The Unity, Ultras Dynamo


















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